Ursachen für Flucht und Migration bekämpfen!
Ursachen für Flucht und Migration bekämpfen!
Menschen suchen nicht nur vor Krieg und Terror Zuflucht bei uns – die Ursachen für Flucht und Migration sind vielfältig.
Weltläden setzen sich seit Jahrzehnten für eine andere Wirtschafts- und Handelspolitik ein. Denn viele Länder sind durch das derzeitige Wirtschaftssystem ökonomisch benachteiligt. Der Wohlstand der reichen Länder ist mit der Armut und Ausbeutung der sogenannten Entwicklungsländer erkauft. So werden zum Beispiel hoch subventionierte Agrarüberschüsse der EU exportiert und bringen vor Ort die einheimische Produktion zum Erliegen. Ein ungleicher Zugang zum Weltmarkt fördert zudem die Macht reicher Industrienationen und multinationaler Konzerne und führt oftmals zu ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen. Zudem können arme Länder oft lediglich Ihre Rohstoffe exportieren, nicht jedoch halbfertige oder fertige Produkte, so dass wenig Wertschöpfung im Land bleibt.
Weitere Gründe, die die Lebensgrundlage vieler Menschen zerstören: Reiche Staaten und multinationale Konzerne kaufen Agrarflächen auf, die dann der einheimischen Bevölkerung nicht mehr für die Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung stehen. Auch befördert unser Lebensstil den Klimawandel, unter dessen Auswirkungen vor allem diejenigen zu leiden haben, die selbst am wenigsten dazu beitragen. Und nicht zuletzt wird unser Wohlstandsmüll oftmals in den Ländern des Südens „entsorgt“, angefangen bei Altkleidern, über Elektroschrott bis hin zu ganzen Frachtschiffen – meist mit fatalen Folgen für die Gesundheit und Umwelt.
Der internationale Handel muss gerechter gestaltet werden, um allen Menschen ein menschenwürdiges Leben in ihrer Heimat zu ermöglichen – wie es die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte allen Menschen weltweit zuspricht. Dazu zählen die Förderung einer kleinbäuerlicher Produktion, die die Ernährungssicherheit gewährleistet, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen z.B. in der Rohstoffgewinnung, in der Landwirtschaft und in diversen Industriebereichen, sowie die Einhaltung existenzsichernder Löhne. Unternehmen müssen dazu verpflichtet werden, die Menschenrechte entlang ihrer Lieferkette zu gewährleisten und sie müssen bei Verstößen dagegen haftbar gemacht werden.
Die kriegerischen Ursachen für einen großen Teil der derzeitigen internationalen Flüchtlingsbewegungen kann der Faire Handel leider nicht direkt beeinflussen.
Er zielt jedoch darauf ab, menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen weltweit zu schaffen bzw. diese zu verbessern, damit Menschen in ihrer Heimat ein selbstbestimmtes Leben zu führen können. Wichtige Instrumente dabei sind z. B. die Schaffung von Absatzmöglichkeiten, die Zahlung von Preisen, die die Lebenshaltungskosten der ProduzentInnen decken, die Stärkung der ProduzentInnenorganisationen sowie die Verbesserung der Infrastruktur, z. B. in den Bereichen Bildung und Gesundheit. Mit diesem Ansatz trägt der Faire Handel zu einer positiven Entwicklung in benachteiligten Regionen bei und reduziert für viele Menschen den Druck, abzuwandern.
Der Faire Handel ist eine weltoffene Bewegung und pflegt intensive und partnerschaftliche Beziehungen auf Augenhöhe zu Handelspartner/innen weltweit. Auch wenn unser Fokus darauf liegt, Perspektiven für Menschen in ihren Heimatländern zu schaffen, sprechen wir uns klar für das Recht auf Asyl und die Aufnahme schutzbedürftiger Menschen aus und befürworten eine Willkommenskultur für Geflüchtete und Migrant/innen.

Fairtrade – Wie fair ist dieser Handel?
Fairtrade – Wie fair ist dieser Handel?
Ein Jahr, nachdem Aschaffenburg die Auszeichnung zur Fairtrade Stadt erhalten hat, fragen wir nach, was der Faire Handel anders macht.
Dr. Markus Raschke, Vorstandsmitglied, Bildungsreferent und Fair Handelsberater im Fair Handelshaus Bayern eG, wird die Praxis darstellen, aktuelle Entwicklungen aufzeigen und Antworten auf die drängenden Fragen geben.
Eine Kooperation von Martinusforum Aschaffenburg und Weltladen für faires Handeln e.V.

Wein fair genießen!
ProduzentInnenbesuch im Weltladen
ProduzentInnenbesuch im Weltladen
Am 18. September besuchte uns Teresa M. Gumban, Gualitäts- und Produktionsbeauftragte bei Panay Fair Trade Center (PFTC) im Weltladen. Im Rahmen der Fairen Woche ist sie derzeit auf Deutschland-Tour, um über den Fortschritt des Projektes „100 x 1000“ zu berichten, für das auch der Weltladen für faires Handeln e.V. im vergangenen Jahr 1000,- € gespendet hatte. Bereits im April diesen Jahres konnte die neue Zuckerrohrmühle in der Region Capiz eingeweiht werden. Zahlreiche Menschen erhalten so nach den schrecklichen Zerstörungen durch den Taifun „Haiyan“ eine neue Perspektive.
Begleitet von Martin Lang von der dwp eG Ravensburg berichtete Teresa M Gumban sehr eindrücklich über die Kooperative auf den Philippinen. Ein 15-minütiger Film zeigte uns u.a. Bilder aus der neu errichteten Zuckermühle und erklärte die vielen notwendigen Schritte bis zum fertigen Mascobado-Vollrohrzucker. Im Anschluss daran erläuterte Teresa die Strukturen der Kooperative, stellte die verschiedenen Produkte des PFTC vor (neben Zucker u.a. Bananenchips und Ingwerwürfel) und erklärte die soziale und politische Arbeit der Kooperative. Besonders berührten hier die Berichte zu den beiden im vergangenden Jahr ermordeten Mitgliedern des PFTC: Romeo Robles Capalla, Manager der PFTC Verarbeitungsanlage für Mascobadozucker und Bananenchips,owie Zuckerrohrbauer Dionisio Garete. In beiden Fällen gehen das Panay Fair Trade Center sowie Menschenrechtsorganisationen von sog. „extralegalen Hinrichtungen“ aus, mit denen Militär und Polizei die Organisation einschüchtern wollen.
Für die BesucherInnen des Abends war der Bericht über „100 x 1000“ ein eindrückliches Zeichen dafür, dass auch aus etwas Zerstörerischem wie dem Taifun Haiyan etwas Positives erwachsen kann, wenn Menschen in Süd und Nord Hand in Hand zusammen arbeiten.
Und der Blick hinter die Kulissen von Panay Fair Trade machte wieder einmal deutlich, wie viele Handgriffe, Können und Wissen notwendig sind, um die leckeren Produkte in unserem Laden herzustellen. Auch dies macht z.B. den Mascobado-Zucker, Bananenchips und Ingwerwürfel zu einem besonderen Genuss!
Besonders freuten wir uns auch über den Besuch und die einleitenden Worte von Bürgermeister Jürgen Herzing!
An dieser Stelle ein Dankeschön für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Aschaffenburg!
Weitere Bilder: Produzentinnenbesuch PFTC 2015 (Fotos (c) Thomas Schurse)
Herzliche Einladung zu unserem Vortragsabend mit Kurzfilm (ca. 15 Minuten) und anschließender Diskussion!
Mascobado – bittersüßer Zucker vom Panay Fair Trade Center
Eine Erfolgsgeschichte nach dem schrecklichen Taifun Haiyan
Freitag, 18. September 2015, 18.30 Uhr
Weltladen für faires Handeln e.V., Treibgasse 3, Aschaffenburg
Der Eintritt ist frei. Es wird aus dem Englischen übersetzt.
Gäste:
Teresa Te Gumban / Panay Fair Trade Center, Philippinen
Jun N. Centus / Capiz Fair Trade Center, Philippinen
Martin Lang / dwp eG Fairhandelsgenossenschaft, Ravensburg
Als im November 2013 der Taifun „Haiyan“ über die Philippinen fegte, richtete er auch auf der Insel Panay große Schäden an. Bald erreichten uns über unseren Importeur dwp eG Berichte von den Zerstörungen bei der Fairhandelsorganisation Panay Fair Trade Center, von der wir unseren Mascobado-Zucker beziehen.
Die Bestürzung war groß und uns war sofort klar, dass wir helfen wollen.
Das innerhalb kürzester Zeit ins Leben gerufene Hilfsprojekt von dwp erwies sich als ausgezeichnete Möglichkeit. Aus der anfänglichen Soforthilfe, die die Menschen mit dem Nötigsten zum Überleben auszustatten versuchte, entwickelte sich binnen kurzem „100 x 1.000“. Einhundert Weltläden gaben jeweils 1.000 Euro, um in Kooperation mit PFTC den Bau einer weiteren, neuen Zuckerrohrmühle auf Panay zu ermöglichen. Obwohl das Vorhaben anfangs auf den Philippinen auf politische und bürokratische Hindernisse stieß, ist gerade einmal 18 Monate später die neue Mühle in Betrieb und wird von der neu gegründeten Organisation Capiz Fair Trade Center betrieben. Gespannt warten wir auf die Lieferung des ersten Mascobado-Vollrohrzuckers.
Ein eindrucksvolles Beispiel das Verständnis der Weltläden von einem fairen, partnerschaftlichen Handeln und Handel weit über die Zahlung eines fairen Preises an benachteiligte Produzenten hinaus.
Wir freuen uns, dass wir im September auf Einladung von dwp eG Ravensburg zwei Vertreter unserer Handelspartner Panay Fair Trade Center / Capiz Fair Trade Center bei uns im Weltladen zu Gast haben werden. Teresa Te Gumban und Jun N. Centus werden uns ausführlich über das Projekt rund um die neue Zuckerrohrmühle berichten.
Teresa Te Gumban ist seit vielen Jahren Qualitäts- und Produktionsbeauftragte
im Panay Fair Trade Center.
Jun M. Centus hat durch den Bau der Mühle in seinem Nachbarort nun die Chance,
durch den Fairen Handel mit Zuckerrohr seine Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.
Aschaffenburg ist Fairtrade Stadt!
Aschaffenburg ist Fairtrade Stadt!
Seit dem 23. Februar 2015 ist Aschaffenburg Fairtrade Stadt.
Im Rahmen einer Feierstunde in der City Galerie wurde die Ernennungsurkunde an Bürgermeister Jürgen Herzing übergeben.

In ihrer Ansprache lobte die für Süddeutschland zuständige Botschafterin von Transfair Deutschland, Hannah Rüther, das herausragende Engagement zum Fairen Handel in der Stadt Aschaffenburg. Viele der Kriterien seien übererfüllt worden. Auch die breite Beteiligung in der Steuerungsgruppe mit Vertretern aus Stadt, Weltladen, Nord Süd Forum, Einzelhandel sowie evangelischer und katholischer Kirche sei beispielhaft. Mit dem Aschaffenburger Solidaritätskaffee und der Aschaffenburger Stadtschokolade des Weltladens hob sie zwei Aschaffenburger Produkte aus Fairem Handel besonders hervor.
Bürgermeister Herzing betonte die lange Tradition des Fairen Handels in Aschaffenburg, sowohl in der Zivilgesellschaft als auch im Rathaus. Er erinnerte an den Stadtratsbeschluss gegen ausbeuterische Kinderarbeit und die beiden Eine Welt-Bilanzen. Selbstverständlich werde auch in den Stadtratssitzungen fair gehandelter Kaffee, Tee und Zucker angeboten.
Musikalisch umrahmt wurde das Programm von den „Sambakids“ der Kolpingschule und Städtischen Musikschule, die mit ihren Lateinamerikanischen Rhythmen für Stimmung sorgten.
Beeidruckende Akrobatik und Körperbeherrschung zeigten Mitglieder der Capoeira-Gruppe „Ancestrais“ des Turnvereins 1860 Aschaffenburg e.V. bei ihrer Darbietung dieser alten Brasilianischen Kampf- und Tanzkunst.
An den Ständen von Weltladen, Edeka Stenger und Aschaffenburger Solidaritätskaffee e.V. konnten fair gehandelte Produkte gekauft und verkostet werden.
Ein kleiner Beitrag über die Auszeichnungsfeier von Main TV (ab 0:30) : http://www.main.tv/mediathek/kategorie/main-tv-der-tag/video/fairer-einkaufen-in-aschaffenburg

(v.li.n.re.:) Mitglieder der Steuerungsgruppe: Claudia Klein, Nord Süd Forum; Andrea Neukamm, Weltladen; Thomas Gitter, Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Matthäus; Berit Schurse, Weltladen Aschaffenburg; Marc Busse, Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz; sowie Hannah Rüther, Transfair Deutschland; Jürgen Herzing, Bürgermeister

Hier ebenfalls mit im Bild: Andreas Jung vom Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz (2.v.li.)
Global denken – anders essen
Global denken – anders essen

Neue Bildungsbag in der Eine Welt-Station im Weltladen:
Global denken – anders essen
Eine Tasche mit Lernmaterialien rund um das Thema Ernährung.
Inhalt: Fünf Spiele, acht Kurzfilme, drei Dokumentarfilme, Bildkarteien, Plakate, elektronisches Quiz,
Broschüre mit Unterrichtsmaterialien, Beiheft mit Gestaltungsideen;
sämtliche Arbeitsblätter liegen auf einer DVD sowohl im pdf- als auch im Word-Format bei.
Zielgruppe: Klassen 7 – 11 sowie Jugendgruppen ab ca. 12 Jahren.
Aschaffenburger Einkaufsratgeber bio-regional-fair erschienen
Aschaffenburger Einkaufsratgeber bio-regional-fair erschienen
Am 24. Juni 2014 wurde der Einkaufsratgeber für die Stadt Aschaffenburg vorgestellt. LINK
Erstellt wurde die 32-seitige Broschüre von einem Arbeitskreis, dem neben Vertretern der Stadt und des Nord Süd Forums Aschaffenburg auch engagierte Einzelpersonen angehören. Der Weltladen für faires Handeln e.V. ist durch die Info-Referentin vertreten und trug inhaltlich maßgeblich bei, vor allem bei Fragen zum Fairen Handel, Kinderarbeit sowie bio-fair-regionalen Siegeln.
In einer Pressesitzung betonte Oberbürgermeister Klaus Herzog den Stellenwert ethisch verantwortungsvollen Konsums in der Stadt Aschaffenburg. So verwies er auf den bereits 2008 gefassten Beschluss der Stadt „gegen ausbeuterische Kinderarbeit“ und auf die Mitgliedschaft im Klimabündnis. Auch wird seit langem z.B. bei Stadtratssitzungen fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt, Blumenschmuck stammt nach Möglichkeit aus einheimischer Produktion.
Laut Michael Reichert, Vorstand des Nord Süd Forums Aschaffenburg e.V. soll die vorliegende Broschüre nicht nur die Bevölkerung zu Fragen nachhaltigen Konsums informieren. Er sprach vielmahr den Wunsch aus, dass auch weitere Einzelhändler in der Stadt ihr Angebot dahin gehend erweitern.
Andreas Jung vom Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz konnte bereits von zahlreichen positiven Rückmeldungen berichten (der Einkaufsratgeber war den in der Broschüre genannten Händlern bereits im Vorfeld zugesandt worden).
Ebenfalls anwesend bei der Pressekonferenz war Bürgermeister Jürgen Herzing, der das Referat für Umwelt, Energie, Verbraucher-, Brand- und Katastrophenschutz leitet und einen seiner Schwerpunkte im Bereich Nachhaltiges Beschaffungswesen sieht.

Die zwei Wege des Fairen Handels
Die zwei Wege des Fairen Handels
Die Nachfrage der Verbraucher nach sozial und ökologisch korrekt produzierten Lebensmitteln wächst, und mit ihr die Flut der Siegel und Zeichen im Lebensmittel-Einzelhandel.
Hinter welchen Zeichen steckt wirklich „Fairer Handel“?
Und warum ist es besser, fair gehandelte Produkte im Weltladen zu kaufen?
Die zwei Wege des Fairen Handels
Gemeinsames Bestreben aller Fair-Handels-Akteure ist es, die Bedingungen für die Produzenten in den Ländern des Südens zu verbessern. Dabei fühlen sie sich den 10 Grundsätzen des Fairen Handels verpflichtet.
In der anschließenden Lieferkette gibt es jedoch zwei verschiedene Wege der Vermarktung:
Weg 1:
Der Vertrieb über die 100%-Fair-Händler (100% fair arbeitende Importorganisationen; Weiterverarbeitungsvertriebe, die sich dem Fairtrade-Gedanken verpflichtet fühlen; Weltläden)
Weg 2:
Die reine Produktzertifizierung: lediglich einzelne Produkte oder deren Bestandteile stammen aus Fairem Handel. Das Siegel ist grundsätzlich für alle Unternehmen offen, unabhängig von ihrer eigenen Handelspolitik
Manchmal lassen sich die beiden Wege nicht ganz scharf von einander trennen. So gibt es auch Produkte mit dem Fairtrade-Siegel und von nicht 100% fair Händlern im Weltladen (z.B. Zotter-Schokolade). Auf der anderen Seite werden Produkte von 100% fair Händlern teils auch in Supermärkten oder Bioläden angeboten (z.B. von der gepa oder dwp)
90% aller Lebensmittel in Deutschland werden in nur 5 Supermarktketten verkauft.
Ein enormes Marktpotenzial, auch für die Produzenten des Fairen Handels. Um diesen bessere Absatzmöglichkeiten auch außerhalb der Weltläden zu ermöglichen, wurden fair gehandelte Produkte (mehrheitlich mit dem Fairtrade-Siegel) Anfang der 90er auch im konventionellen Handel eingeführt.
Mittlerweile findet man Produkte mit dem Fairtrade Siegel auf vielen Produkten in den Supermärkten. Einige Supermarktketten und Discounter haben sogar eigene fairtrade-gesiegelte Produktreihen entwickelt (z.B. fairglobe von Lidl, ONE WORLD von Aldi Süd.)
Das Fairtrade-Siegel ist ein reines Produktsiegel. Es bezieht sich lediglich auf die Rohstoffe eines gesiegelten Produktes und sagt nichts über dessen Herstellungsweise oder die Unternehmenspolitik des Händlers aus.
Die wichtigsten Fakten:
- In einem Produkt mit Fairtrade-Siegel müssen Rohstoffe, die fair gehandelt angeboten werden, ausschließlich aus Fairem Handel stammen.
- Mischprodukte wie Kekse oder Gummibärchen müssen einen Fairtrade-Anteil von mindestens 20% aufweisen.
- Das Fairtrade-Siegel umfasst nur einen Teil der Lieferkette bis zum Einkauf der Rohstoffe. Bei einem Baumwoll-T-Shirt mit Fairtrade-Siegel z.B. stammt zwar die Baumwolle aus fairem Handel, das sagt jedoch nichts über die Arbeitsbedingungen der NäherInnen aus.
Supermarktketten und Discounter bieten nur einige wenige fair gehandelte Produkte in ihrem Sortiment an, ihre generelle Einkaufspolitik hat mit dem Fairen Handel nichts gemeinsam. Durch ihre Nachfragemacht können sie gegenüber den Produzenten Preise und Bedingungen diktieren. Oft wird versucht, sich durch unfaire Handelsbedingungen Vorteile zu verschaffen.
(siehe hierzu auch die Kampagne der Supermarkt-Initiative www.supermarktmacht.de)
Gleiches gilt für fair gehandelte Produkte der ansonsten wenig fair operierenden multinationalen Konzerne wie Nestlé, Chiquita oder Starbucks. Obwohl der Fairtrade-Anteil an ihrer Produktpalette gering ist, nehmen die gesiegelten Produkte in der Außendarstellung oft einen hohen Stellenwert ein. Dies legt den Verdacht nahe, dass die Firmen von ihren unfairen Unternehmenspraktiken ablenken und ihr Image aufpolieren wollen (Stichwort „Greenwashing“).
PDF-Datei über die zwei Wege des Fairen Handels:
Aschaffenburg fairzaubert
Aschaffenburg fairzaubert

Unter der Banderole verbergen sich zwei Tafeln Schokolade à 35 Gramm: Milchschokolade mit einem Kakaoanteil von 45% aus Peru sowie Dunkle Schokolade mit 75% Kakao aus Papua Neuguinea. Die Zutaten für diese beiden köstlichen Sorten sind fair gehandelt und stammen aus biologischer Landwirtschaft. Die Milch für die Milchschokolade liefern Tiroler Bergbauern.
Hergestellt wird sie im Hause Zotter in Österreich. Bereits seit vielen Jahren ist die Firma Zotter Partner des Fairen Handels und bezieht von dort die Basisrohstoffe wie Kakao und Rohrzucker. Denn laut Josef Zotter, „tragen wir Verantwortung für die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kakaobauern. Der faire Handel DIE Chance für die Kleinbauern und PlantagenarbeiterInnen in den Anbauländern. Sie können sich von den schwankenden Weltmarktpreisen emanzipieren und eine gesicherte und selbstbestimmte Existenz aufbauen, in der Kinderarbeit und Ausbeutung der Umwelt ein Fremdwort sind.“
Der Weltladen freut sich sehr, dass für die Gestaltung der Banderole die Aschaffenburger Künstlerin Gudrun Freudenberger gewonnen werden konnte. Sie hat eigens für diese Schokolade ein Aquarell angefertigt, das eine Ansicht von Schloss und Pompejanum zeigt. Lassen auch Sie sich „fairzaubern“ von ihrer ganz eigenen Sicht auf unsere Stadt!
Die neue Aschaffenburger Stadtschokolade gibt es exclusiv bei uns Weltladen. Entweder als einzelne Tafel, oder in einer Präsentschachtel im Set mit dem Aschaffenburger Partnerkaffee als „Aschebercher Geschenksche“.

Schokolade fair naschen!
Schokolade fair naschen!
Eine Gourmet – Mulivisionsshow

Schokolade gehört zu den beliebtesten Süßigkeiten weltweit. Sie ist köstlich, schmilzt auf der Zunge und ruft Glücksgefühle hervor. Ihre Hauptingredienzen sind Kakao, Zucker und Milch. Wie werden aus diesen Zutaten eigentlich Schokoladentafeln hergestellt? Wer verdient mit ihnen das große Geld? Ist Schokolade gesund und wer hat sie erfunden? Diesen Fragen geht die Gourmet-Multivisionsshow von Dr. Jutta Ulmer und Dr. Michael Wolfsteiner auf den Grund.
Und so beginnt unsere Live-Reportage in den mystischen Regenwäldern Guatemalas, wo die Maya bereits vor 1.500 Jahren aus den Früchten des Kakaobaums Trinkschokolade zubereiteten. Sie führt zu den ersten Schokoladenfabriken Europas und den Gründen, warum heute im konventionellen Kakaosektor Armut und Kinderarbeit weit verbreitet sind.
Die Fotografen haben drei bio-zertifizierte Fair-Trade-Kleinbauernverbände besucht: in Bolivien Kakaobauern von EL CEIBO, in Paraguay Zuckerrohrbauern von Manduvira und in Deutschland eine Milchbauernfamilie der Molkerei Berchtesgadener Land. Mit außergewöhnlichen Fotos berichten sie über deren Arbeitsalltag und zeigen, wie der Faire Handel im Globalen Süden und Norden wirkt.
Mit ihrer aufwändigen Programmierung, den feinsinnigen Erzählungen und stimmungsvollen Musikpassagen ist die Gourmet-Multivisionsshow ein unterhaltsames Plädoyer für mehr Gerechtigkeit im verführerischen Schoko-Naschereien-Geschäft.
Als Fotografen und Journalisten mit dem Schwerpunkt Fairer Handel sind Dr. Jutta Ulmer und Dr. MichaelAls Fotografen und Journalisten mit dem Schwerpunkt Fairer Handel sind Dr. Jutta Ulmer und Dr. MichaelWolfsteiner Mitglieder der World Fair Trade Organization (WFTO). Bekanntheit haben sie mit ihrenbeeindruckenden Multivisionsshows erlangt, in denen sie den Fairen Handel mit ihren ganz persönlichenReiseerlebnissen kombinieren. Sie zeigen ihre Fotos auf Großleinwand. Durch die perfekte Abstimmung vonbrillanten Bildern, Live-Kommentaren und berührender Musik entsteht eine magische Atmosphäre, die zu einemerkenntnisreichen Vergnügen einlädt.

(c) Fotos: Dr. Jutta Ulmer und Dr. Michael Wolfsteiner









