Handgeflochtene Körbe
Handgeflochtene Körbe

Einzigartiges Engagement für den Fairen Handel
Das Fotografenpaar Jutta Ulmer und Michael Wolfsteiner bereist seit vielen Jahren die Welt, um die Geschichten hinter den Produkten des Fairen Handels zu dokumentieren. Für diese Reportage waren die beiden Fotojournalisten in Kenia, Tansania und Uganda bei Kleinbauernfamilien, Kunsthandwerkern und deren Familien zu Gast. Durch diesen intensiven Austausch und ihre sensible Arbeitsweise schufen sie tiefe Vertrauensverhältnisse. Das Ergebnis sind authentische, bewegende Porträts von Menschen, die durch den Fairen Handel eine selbstbestimmte Perspektive für ihre Zukunft aufbauen.
Die Multivisionsshow: Ein Fest für die Sinne
Die Zuschauer erwartet keine klassische Diashow, sondern ein technisch und künstlerisch anspruchsvolles Gesamtkunstwerk. Das Besondere an der Multivisionsshow von lobOlmo ist die Symbiose aus Fotografie und Musik, begleitet von der persönlichen und feinsinnigen Moderation von Ulmer und Wolfsteiner.
Ostafrika im Spannungsfeld der Moderne
Inhaltlich schlägt die Show eine Brücke zwischen drei scheinbaren Gegensätzen. Sie zeigt die atemberaubende Tierwelt (Wildlife) in den Nationalparks und beleuchtet gleichzeitig den harten Alltag der Menschen im Fairen Handel. Ein besonderer Fokus liegt auf der rasanten Digitalisierung der Region: Vom mobilen Bezahlsystem auf dem Dorfmarkt bis hin zu Hightech-Lösungen in den Metropolen zeigt die Reportage ein modernes, dynamisches Afrika, das viele Klischees bricht.
Ort: Martinushaus, Treibgasse 26, Aschaffenburg
Eintritt: 5,- €
Die Nachfrage der Verbraucher nach sozial und ökologisch korrekt produzierten Lebensmitteln wächst, und mit ihr die Flut der Siegel und Zeichen im Lebensmittel-Einzelhandel.
Hinter welchen Zeichen steckt wirklich „Fairer Handel“?
Und warum ist es besser, fair gehandelte Produkte im Weltladen zu kaufen?
Die zwei Wege des Fairen Handels
Gemeinsames Bestreben aller Fair-Handels-Akteure ist es, die Bedingungen für die Produzenten in den Ländern des Südens zu verbessern. Dabei fühlen sie sich den 10 Grundsätzen des Fairen Handels verpflichtet.
In der anschließenden Lieferkette gibt es jedoch zwei verschiedene Wege der Vermarktung:
Weg 1:
Der Vertrieb über die 100%-Fair-Händler (100% fair arbeitende Importorganisationen; Weiterverarbeitungsvertriebe, die sich dem Fairtrade-Gedanken verpflichtet fühlen; Weltläden)
Weg 2:
Die reine Produktzertifizierung: lediglich einzelne Produkte oder deren Bestandteile stammen aus Fairem Handel. Das Siegel ist grundsätzlich für alle Unternehmen offen, unabhängig von ihrer eigenen Handelspolitik
Manchmal lassen sich die beiden Wege nicht ganz scharf von einander trennen. So gibt es auch Produkte mit dem Fairtrade-Siegel und von nicht 100% fair Händlern im Weltladen (z.B. Zotter-Schokolade). Auf der anderen Seite werden Produkte von 100% fair Händlern teils auch in Supermärkten oder Bioläden angeboten (z.B. von der gepa oder dwp)
90% aller Lebensmittel in Deutschland werden in nur 5 Supermarktketten verkauft.
Ein enormes Marktpotenzial, auch für die Produzenten des Fairen Handels. Um diesen bessere Absatzmöglichkeiten auch außerhalb der Weltläden zu ermöglichen, wurden fair gehandelte Produkte (mehrheitlich mit dem Fairtrade-Siegel) Anfang der 90er auch im konventionellen Handel eingeführt.
Mittlerweile findet man Produkte mit dem Fairtrade Siegel auf vielen Produkten in den Supermärkten. Einige Supermarktketten und Discounter haben sogar eigene fairtrade-gesiegelte Produktreihen entwickelt (z.B. fairglobe von Lidl, ONE WORLD von Aldi Süd.)
Das Fairtrade-Siegel ist ein reines Produktsiegel. Es bezieht sich lediglich auf die Rohstoffe eines gesiegelten Produktes und sagt nichts über dessen Herstellungsweise oder die Unternehmenspolitik des Händlers aus.
Die wichtigsten Fakten:
Supermarktketten und Discounter bieten nur einige wenige fair gehandelte Produkte in ihrem Sortiment an, ihre generelle Einkaufspolitik hat mit dem Fairen Handel nichts gemeinsam. Durch ihre Nachfragemacht können sie gegenüber den Produzenten Preise und Bedingungen diktieren. Oft wird versucht, sich durch unfaire Handelsbedingungen Vorteile zu verschaffen.
(siehe hierzu auch die Kampagne der Supermarkt-Initiative www.supermarktmacht.de)
Gleiches gilt für fair gehandelte Produkte der ansonsten wenig fair operierenden multinationalen Konzerne wie Nestlé, Chiquita oder Starbucks. Obwohl der Fairtrade-Anteil an ihrer Produktpalette gering ist, nehmen die gesiegelten Produkte in der Außendarstellung oft einen hohen Stellenwert ein. Dies legt den Verdacht nahe, dass die Firmen von ihren unfairen Unternehmenspraktiken ablenken und ihr Image aufpolieren wollen (Stichwort „Greenwashing“).
