Weltladen Aschaffenburg
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Große Freude im Weltladen Aschaffenburg über großzügige Spende!

30. November 2025/0 Kommentare/in Allgemein/von

Große Freude im Weltladen Aschaffenburg über großzügige Spende!

Nach vielen Jahrzehnten im Einsatz zeigte die Kaffeemühle im Weltladen deutliche Ermüdungserscheinungen. Die immer wieder nötigen Reparaturen konnten nur unter großen Mühen durchgeführt werden, da keine Ersatzteile mehr erhältlich waren. Daher wurde im Verein schon lange über den Kauf einer neuen Mühle nachgedacht, aufgrund der hohen Kosten wurde dieser Kauf jedoch immer wieder hinausgezögert.

Hilfe kam nun ganz überraschend aus der Nachbarschaft! Dort hat im Dezember 2020 Fabian Rothermich seine „Brillenschreinerei“ eröffnet. Das Optik-Fachgeschäft verfolgt einen nachhaltigen Ansatz mit Brillen z.B. aus Holz oder Meeresplastik und einer Inneneinrichtung aus Second-Hand-Möbeln. Die Nachhaltigkeit beschränkt sich jedoch nicht nur auf den Umweltaspekt, sondern erstreckt sich auch in den sozialen Bereich: beispielsweise wurden als Eröffnungsangebot einige Wochen lang pro verkaufter Brille 20 Euro für soziale Projekte in Aschaffenburg gespendet.

Die Freude war groß, als bekannt wurde, dass der Weltladen Aschaffenburg eine Spende in Höhe von 750,- € erhalten wird! Dank dieser finanziellen Unterstützung wurde die lang ersehnte Mühle nun angeschafft. Anna Pfarr, Mitglied im Vorstand des Weltladens und zuständig für den Einkauf des losen Kaffees bei der Fa. Kaffee Braun, freut sich: „Nun ist sichergestellt, dass der Weltladen auch weiterhin losen Kaffee aus der Kaffeeschütte verkaufen und frisch mahlen kann. Dies schont die Umwelt, weil Verpackungsmüll vermieden wird. Zudem ist der frisch vermahlene Kaffee besonders aromatisch.“

Das Foto zeigt Anna Pfarr und Fabian Rothermich mit der neuen Kaffeemühle bei der Übergabe des Spendengeldes

Spendenuebergabe 2021 9723 web

0 0 2025-11-30 10:00:002026-06-04 15:25:56Große Freude im Weltladen Aschaffenburg über großzügige Spende!

FAIRbunden mit Nepal

30. November 2025/0 Kommentare/in Allgemein/von

FAIRbunden mit Nepal

Faire Woche Vernissage kl

https://weltladen-aschaffenburg.jschurse.de/wp-content/uploads/2026/06/96-fairbunden-mit-nepal-a7bcc83365885c683bc02cc7d84df48b_w757.jpg 757 757 2025-11-30 10:00:002026-06-04 15:25:51FAIRbunden mit Nepal

Handgeflochtene Körbe

30. November 2025/0 Kommentare/in Allgemein/von

Handgeflochtene Körbe

Korb

So ein Korb eignet sich natürlich sehr gut für einen Einkauf im Weltladen. Aber auch auch auf dem Wochenmarkt kann er mit leckeren Dingen gefüllt werden. Oder wie wäre es mal mit einem Unverpackt-Laden, z.B. dem „Adam fairkaufen“?
Weitere Nachhaltige Einkaufsmöglichkeiten gibt es im Aschaffenburger Einkaufsratgeber!
https://weltladen-aschaffenburg.jschurse.de/wp-content/uploads/2026/06/100-handgeflochtene-koerbe-26e8246d3209e12e01431e4f7b00ac68_w886-1.jpg 886 886 2025-11-30 10:00:002026-06-04 15:30:37Handgeflochtene Körbe

ProduzentInnenbesuch im Weltladen

30. November 2025/0 Kommentare/in Allgemein/von

ProduzentInnenbesuch im Weltladen

Zuckerrohrprojekt 18. September 2015 14Am 18. September besuchte uns Teresa M. Gumban, Gualitäts- und Produktionsbeauftragte bei Panay Fair Trade Center (PFTC) im Weltladen. Im Rahmen der Fairen Woche ist sie derzeit auf Deutschland-Tour, um über den Fortschritt des Projektes „100 x 1000“ zu berichten, für das auch der Weltladen für faires Handeln e.V. im vergangenen Jahr 1000,- € gespendet hatte. Bereits im April diesen Jahres konnte die neue Zuckerrohrmühle in der Region Capiz eingeweiht werden. Zahlreiche Menschen erhalten so nach den schrecklichen Zerstörungen durch den Taifun „Haiyan“ eine neue Perspektive.

Zuckerrohrprojekt 18. September 2015 13Begleitet von Martin Lang von der dwp eG Ravensburg berichtete Teresa M Gumban sehr eindrücklich über die Kooperative auf den Philippinen. Ein 15-minütiger Film zeigte uns u.a. Bilder aus der neu errichteten Zuckermühle und erklärte die vielen notwendigen Schritte bis zum fertigen Mascobado-Vollrohrzucker. Im Anschluss daran erläuterte Teresa die Strukturen der Kooperative, stellte die verschiedenen Produkte des PFTC vor (neben Zucker u.a. Bananenchips und Ingwerwürfel) und erklärte die soziale und politische Arbeit der Kooperative. Besonders  berührten hier die Berichte zu den beiden im vergangenden Jahr ermordeten Mitgliedern des PFTC: Romeo Robles Capalla, Manager der PFTC Verarbeitungsanlage für Mascobadozucker und Bananenchips,owie Zuckerrohrbauer Dionisio Garete. In beiden Fällen gehen das Panay Fair Trade Center sowie Menschenrechtsorganisationen von sog. „extralegalen Hinrichtungen“ aus, mit denen Militär und Polizei die Organisation einschüchtern wollen.

 

Zuckerrohrprojekt 18. September 2015 08Für die BesucherInnen des Abends war der Bericht über „100 x 1000“ ein eindrückliches Zeichen dafür, dass auch aus etwas Zerstörerischem wie dem Taifun Haiyan etwas Positives erwachsen kann, wenn Menschen in Süd und Nord Hand in Hand zusammen arbeiten.

Und der Blick hinter die Kulissen von Panay Fair Trade machte wieder einmal deutlich, wie viele Handgriffe, Können und Wissen notwendig sind, um die leckeren Produkte in unserem Laden herzustellen. Auch dies macht z.B. den Mascobado-Zucker, Bananenchips und Ingwerwürfel zu einem besonderen Genuss!

 

Zuckerrohrprojekt 18. September 2015 11Besonders freuten wir uns auch über den Besuch und die einleitenden Worte von Bürgermeister Jürgen Herzing!

An dieser Stelle ein Dankeschön für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Aschaffenburg!

 

Weitere Bilder: Produzentinnenbesuch PFTC 2015 (Fotos (c) Thomas Schurse)

 

 

 

Herzliche Einladung zu unserem Vortragsabend mit Kurzfilm (ca. 15 Minuten) und anschließender Diskussion!

Mascobado – bittersüßer Zucker vom Panay Fair Trade Center

Eine Erfolgsgeschichte nach dem schrecklichen Taifun Haiyan

Freitag, 18. September 2015, 18.30 Uhr

Weltladen für faires Handeln e.V., Treibgasse 3, Aschaffenburg

Der Eintritt ist frei. Es wird aus dem Englischen übersetzt.

 

Gäste:

Teresa Te Gumban / Panay Fair Trade Center, Philippinen

Jun N. Centus / Capiz Fair Trade Center, Philippinen

Martin Lang / dwp eG Fairhandelsgenossenschaft, Ravensburg

 

Als im November 2013 der Taifun „Haiyan“ über die Philippinen fegte, richtete er auch auf der Insel Panay große Schäden an. Bald erreichten uns über unseren Importeur dwp eG Berichte von den Zerstörungen bei der Fairhandelsorganisation Panay Fair Trade Center, von der wir unseren Mascobado-Zucker beziehen.

Die Bestürzung war groß und uns war sofort klar, dass wir helfen wollen.

Das innerhalb kürzester Zeit ins Leben gerufene Hilfsprojekt von dwp erwies sich als ausgezeichnete Möglichkeit. Aus der anfänglichen Soforthilfe, die die Menschen mit dem Nötigsten zum Überleben auszustatten versuchte, entwickelte sich binnen kurzem „100 x 1.000“. Einhundert Weltläden gaben jeweils 1.000 Euro, um in Kooperation mit PFTC den Bau einer weiteren, neuen Zuckerrohrmühle auf Panay zu ermöglichen. Obwohl das Vorhaben anfangs auf den Philippinen auf politische und bürokratische Hindernisse stieß, ist gerade einmal 18 Monate später die neue Mühle in Betrieb und wird von der neu gegründeten Organisation Capiz Fair Trade Center betrieben. Gespannt warten wir auf die Lieferung des ersten Mascobado-Vollrohrzuckers.

Ein eindrucksvolles Beispiel das Verständnis der Weltläden von einem fairen, partnerschaftlichen Handeln und Handel weit über die Zahlung eines fairen Preises an benachteiligte Produzenten hinaus.

Wir freuen uns, dass wir im September auf Einladung von dwp eG Ravensburg zwei Vertreter unserer Handelspartner Panay Fair Trade Center / Capiz Fair Trade Center bei uns im Weltladen zu Gast haben werden. Teresa Te Gumban und Jun N. Centus werden uns ausführlich über das Projekt rund um die neue Zuckerrohrmühle berichten.

 


Portrait GumbanTeresa Te Gumban ist seit vielen Jahren Qualitäts- und Produktionsbeauftragte

im Panay Fair Trade Center.

 

 

 

 

 

Portrait CentusJun M. Centus hat durch den Bau der Mühle in seinem Nachbarort nun die Chance,

durch den Fairen Handel mit Zuckerrohr seine Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.

 


 

 

https://weltladen-aschaffenburg.jschurse.de/wp-content/uploads/2026/06/35-produzentinnenbesuch-im-weltladen-b6e9b7ffa3c56bf95afd505753c5b674_w300.jpg 200 300 2025-11-30 10:00:002026-06-04 15:41:12ProduzentInnenbesuch im Weltladen

AB in den Regenwald!

30. November 2025/0 Kommentare/in Allgemein/von

AB in den Regenwald!

Zu einem Erlebnistag rund um den Amazonas laden Martinusforum und Weltladen am 05. Oktober ins Martinushaus ein. Interessante Vorträge, aber auch jede Menge Spaß und Genuss warten auf Euch! 

aus dem Programm:

14 Uhr                  Eröffnung

                               Capoeira-Vorführung

Ab 14.30 Uhr     Workshop Instrumente & Ringe basteln 

                               Stand Weltladen Aschaffenburg 

                               CO2-Parcour 

                               Inforaum zum Partnerbistum Óbidos

                               Inforaum zum Thema Aluminium-Abbau

                               Dokumentarfilme zum Amazonasgebiet 

Urwald-Märchen – Vorleseecke 

Brasilianisches Fingerfood

14.30 Uhr          Mit Schokolade den Regenwald retten? Vortrag von A. Wielgoss von Pero Puro

14:45                  Tanzvorführung der Kindertanzgruppe mit S. Hefter und L. Gebert im Innenhof

15.00 Uhr          Erste Schritte: Samba – Tanzworkshop mit S. Hefter und L. Gebert im Saal B

15:15                  Kinderchor Leider

Ab 15.30 Uhr    Schokoladenstand von Peru Puro im Innenhof

15.30 Uhr          Ein Blick auf die Amazonassynode Vortrag von S. Silber

15:45 Uhr          Capoeira – Vorführung im Innenhof

16:00 Uhr          Capoeira – Workshop

16:15 Uhr          Tanzvorführung der Kindertanzgruppe mit S. Hefter und L. Gebert im Innenhof

16:30 Uhr          Palmöl – Umstrittener Rohstoff Vortrag von Ines Pyko von oikocredit Bayern

Ab 17.00 Uhr    Essensangebot: Südamerikanischer Eintopf für 5 €

17.00 Uhr          Erste Schritte: Samba – Tanzworkshop mit S. Hefter und L. Gebert

17.30 Uhr          Mit Schokolade den Regenwald retten? Vortrag von A. Wielgoss von Pero Puro

18.00 Uhr          Abendimpuls im Meditationsraum

18.30 Uhr          Einlass Konzert

19.00 Uhr          Konzert mit Voces do Brazil

https://weltladen-aschaffenburg.jschurse.de/wp-content/uploads/2026/06/67-ab-in-den-regenwald-62ee7089a99f6cf8da87cce463cf6b0d_w497.jpg 497 497 2025-11-30 10:00:002026-06-04 15:27:44AB in den Regenwald!

40 Jahre Weltladen:

30. November 2025/0 Kommentare/in Allgemein/von

40 Jahre Weltladen:

Veranstaltungen, große Spendenausschüttung und Umsatzsteigerung: Weltladen Aschaffenburg blickt auf erfolgreiches Jubiläumsjahr zurück

Eigentlich hatte sich das Team des Weltladens das Jubiläumsjahr anlässlich des 40-jährigen Bestehens etwas anders vorgestellt. Doch auch für uns brachte die Corona-Pandemie zahlreiche Herausforderungen mit sich. Geplante Aktionen und Veranstaltungen konnten größtenteils nur unter Auflagen stattfinden oder mussten ganz entfallen. Umso erfreulicher war es, dass der Aktionstag auf dem Wochenmarkt am 26. September stattfinden konnte: ein Infostand mit Tombola sowie Tanz- und Theateraufführungen zeigten, dass das Engagement für den Fairen Handel Wirkung zeigt und zudem Spaß macht. „Der Aktionstag war für uns ein Highlight des zurückliegenden Jahres!“, so Andrea Neukamm, Koordinatorin im Weltladen. „Die Unterstützung bei der Durchführung dieses Tages durch die Fairtrade Stadt Aschaffenburg macht deutlich, welchen Stellenwert unser Fachgeschäft des Fairen Handels in der Stadt hat. Wir sind zuversichtlich, auch zukünftig gemeinsam den Fairen Handel in Aschaffenburg vorantreiben zu können!“ Auch für die Unterstützung durch das Martinushaus Aschaffenburg ist man dankbar, konnten doch durch Kooperationen zwei Info-Veranstaltungen zu Nepal und dem Regenwald sowie eine Foto-Ausstellung realisiert werden.

Bei der Mitgliederversammlung hatten die Ehrenamtlichen des Vereins im Jahr 2021 die dankbare Aufgabe, einen Betrag in Höhe von 12.000 € an Spendengeldern vergeben zu können. Bedacht wurden in erster Linie Hilfsfonds von Importorganisationen des Fairen Handels, die sich für die von der Corona-Pandemie am härtesten betroffenen Produzent:innen einsetzen. „Die Menschen am Anfang der Produktions- und Lieferketten leiden besonders unter den Folgen der Pandemie!“ erklärt hierzu die Info-Referentin Berit Schurse. „Der konventionelle Handel lässt diese Menschen meist im Stich. Anders der Faire Handel: hier unterstützen sich die Partner gegenseitig, Solidarität ist ein wichtiger Bestandteil unseres Handelsmodells!“ Diese Solidarität zeige sich auch durch Spenden an die beiden Weltläden in Bad Münstereifel und Hagen, deren Geschäftsräume und Waren durch die Flutkatastrophe im Juli zerstört wurden.

Auch finanziell war es für den Weltladen Aschaffenburg ein gutes Jahr. „Wir freuen uns sehr, dass wir nicht nur im Dezember 2021, sondern für das gesamte Geschäftsjahr ein deutliches Umsatzplus verzeichnen können!“, erläutert Anke Teigelkötter, Mitglied des Vorstandes. „Das ist wirklich ein sehr erfreuliches Ergebnis in dieser außergewöhnlichen und für alle herausfordernden Zeit!“ Der Vorstand des Weltladens danke allen Haupt- und Ehrenamtlichen und natürlich auch der treuen Kundschaft, die diesen Erfolg ermöglicht und somit „die Welt ein kleines Stückchen fairer“ gemacht haben.

Weltladen AB Aussenansicht web

https://weltladen-aschaffenburg.jschurse.de/wp-content/uploads/2026/06/101-40-jahre-weltladen-734fd81c3189b37874dd5624940a52a1_w1500.jpg 1125 1500 2025-11-30 10:00:002026-06-04 15:30:3240 Jahre Weltladen:

Ursachen für Flucht und Migration bekämpfen!

30. November 2025/0 Kommentare/in Allgemein/von

Ursachen für Flucht und Migration bekämpfen!

Menschen suchen nicht nur vor Krieg und Terror Zuflucht bei uns – die Ursachen für Flucht und Migration sind vielfältig.

Weltläden setzen sich seit Jahrzehnten für eine andere Wirtschafts- und Handelspolitik ein. Denn viele Länder sind durch das derzeitige Wirtschaftssystem ökonomisch benachteiligt. Der Wohlstand der reichen Länder ist mit der Armut und Ausbeutung der sogenannten Entwicklungsländer erkauft. So werden zum Beispiel hoch subventionierte Agrarüberschüsse der EU exportiert und bringen vor Ort die einheimische Produktion zum Erliegen. Ein ungleicher Zugang zum Weltmarkt fördert zudem die Macht reicher Industrienationen und multinationaler Konzerne und führt oftmals zu ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen. Zudem können arme Länder oft lediglich Ihre Rohstoffe exportieren, nicht jedoch halbfertige oder  fertige Produkte, so dass wenig Wertschöpfung im Land bleibt.

Weitere Gründe, die die Lebensgrundlage vieler Menschen zerstören: Reiche Staaten und multinationale Konzerne kaufen Agrarflächen auf, die dann der einheimischen Bevölkerung nicht mehr für die Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung stehen. Auch befördert unser Lebensstil den Klimawandel, unter dessen Auswirkungen vor allem diejenigen zu leiden haben, die selbst am wenigsten dazu beitragen.  Und nicht zuletzt wird unser Wohlstandsmüll oftmals in den Ländern des Südens „entsorgt“, angefangen bei Altkleidern, über Elektroschrott bis hin zu ganzen Frachtschiffen – meist mit fatalen Folgen für die Gesundheit und Umwelt.

Der internationale Handel muss gerechter gestaltet werden, um allen Menschen ein menschenwürdiges Leben in ihrer Heimat zu ermöglichen – wie es die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte allen Menschen weltweit zuspricht. Dazu zählen die Förderung einer kleinbäuerlicher Produktion, die die Ernährungssicherheit gewährleistet, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen z.B. in der Rohstoffgewinnung, in der Landwirtschaft und in diversen Industriebereichen, sowie die Einhaltung existenzsichernder Löhne.  Unternehmen müssen dazu verpflichtet werden, die Menschenrechte entlang ihrer Lieferkette zu gewährleisten und sie müssen bei Verstößen dagegen haftbar gemacht werden.

Die kriegerischen Ursachen für einen großen Teil der derzeitigen internationalen Flüchtlingsbewegungen kann der Faire Handel leider nicht direkt beeinflussen.

Er zielt jedoch darauf ab, menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen weltweit zu schaffen bzw. diese zu verbessern, damit Menschen in ihrer Heimat ein selbstbestimmtes Leben zu führen können. Wichtige Instrumente dabei sind z. B. die Schaffung von Absatzmöglichkeiten, die Zahlung von Preisen, die die Lebenshaltungskosten der ProduzentInnen decken, die Stärkung der ProduzentInnenorganisationen sowie die Verbesserung der Infrastruktur, z. B. in den Bereichen Bildung und Gesundheit. Mit diesem Ansatz trägt der Faire Handel zu einer positiven Entwicklung in benachteiligten Regionen bei und reduziert für viele Menschen den Druck, abzuwandern.

Der Faire Handel ist eine weltoffene Bewegung und pflegt intensive und partnerschaftliche Beziehungen auf Augenhöhe zu Handelspartner/innen weltweit. Auch wenn unser Fokus darauf liegt, Perspektiven für Menschen in ihren Heimatländern zu schaffen, sprechen wir uns klar für das Recht auf Asyl und die Aufnahme schutzbedürftiger Menschen aus und befürworten eine Willkommenskultur für Geflüchtete und Migrant/innen. 

 

Plakat Fluchtursachen bekämpfen Ägypten web

 

 

 

https://weltladen-aschaffenburg.jschurse.de/wp-content/uploads/2026/06/38-ursachen-fuer-flucht-und-migration-bekaempfen-fd95af736e0c5c41e972db43de783fb8_w595.jpg 842 595 2025-11-30 10:00:002026-06-04 15:29:15Ursachen für Flucht und Migration bekämpfen!

Filmvorführung: Decolonize Chocolate

30. November 2025/0 Kommentare/in Allgemein/von

Filmvorführung: Decolonize Chocolate

 

Film und anschließende Diskussion – die Regisseurin ist anwesend!

Schokolade wird seit jeher im globalen Norden hergestellt. Hendrik will das ändern und eine Schokoladenfabrik in Ghana bauen: Wir begleiten den fairafric Gründer auf seiner Reise und gehen zusammen mit ihm der Frage nach, warum Schokolade so gut wie nie in den Ursprungsländern des Kakaos hergestellt wird.

Wir begleiten eine Bio-Kakaobäuerin in ihrem Alltag, bekommen exklusive Einblicke in die Pionierarbeit der ghanaischen Schokoladenproduktion, erleben, was eine faire Wertschöpfung für alle Beteiligten bedeutet, und erfahren, vor welchen Herausforderungen das junge Unternehmen fairafric steht.

https://weltladen-aschaffenburg.jschurse.de/wp-content/uploads/2026/06/68-filmvorfuehrung-decolonize-chocolate-3415db74cc0f1d60280c671ab6c5e136_w700.jpg 700 700 2025-11-30 10:00:002026-06-04 15:27:40Filmvorführung: Decolonize Chocolate

Übergabe d̶e̶s̶ ̶S̶t̶a̶f̶f̶e̶l̶s̶t̶a̶b̶e̶s̶ der Staffeltüte

30. November 2025/0 Kommentare/in Allgemein/von

Übergabe d̶e̶s̶ ̶S̶t̶a̶f̶f̶e̶l̶s̶t̶a̶b̶e̶s̶ der Staffeltüte

Abschied Andrea

Mehr als 35 Jahre lang hat Andrea Neukamm die Geschicke des Weltladens in Aschaffenburg maßgeblich mitbestimmt. Zunächst ehrenamtlich, aber schon bald als Koordinatorin unseres Ladens.

Und auch über unseren Laden hinaus hat sie Spuren überall dort hinterlassen, wo sich Menschen für den Fairen Handel einsetzen: in der Steuerungsgruppe der Fairtrade Stadt Aschaffenburg, beim Treffen der Weltläden vom Untermain, ….

Am 31.07. verlässt Andrea das Ladenteam und geht in ihren wohlverdienten Ruhestand. Wer sie kennt, weiß, welche Lücke sie hinterläßt.

Liebe Andrea, ein ♥-liches Danke für all Dein Wirken! Wir wünschen Dir Welten voller Sonnenschein, Liebe und Glück, die Dich erwarten mögen!

Gleichzeitig freuen wir uns, unsere langjährige Vorstandsfrau Anke Teigelkötter in ihrer neuen Rolle als Koordinatorin begrüßen zu dürfen! Liebe Anke, herzlich willkommen an Deinem neuen Platz! Wir freuen uns darauf, mit Dir gemeinsam den Fairen Handel in Aschaffenburg weiter voran zu bringen!

0 0 2025-11-30 10:00:002026-06-04 15:30:18Übergabe d̶e̶s̶ ̶S̶t̶a̶f̶f̶e̶l̶s̶t̶a̶b̶e̶s̶ der Staffeltüte

Besuch bei unserem Fairhandelsimporteur dwp in Ravensburg

30. November 2025/0 Kommentare/in Allgemein/von

Besuch bei unserem Fairhandelsimporteur dwp in Ravensburg

Natürlich kaufen wir die Produkte in unserem Laden nicht direkt bei den ProduzentInnen in den Erzeugerländern.

Aber wer importiert denn nun unsere Waren, und welche Menschen verbergen sich hinter den freundlichen Stimmen am Telefon oder dem netten Email-Verkehr? Wie arbeiten unsere Importeure?

Dies herauszufinden, machten sich am 08. Juli 2016 acht Mitarbeiterinnen unseres Ladens auf den Weg nach Ravensburg, zu unserer Importorganisation dwp eG.

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Den Freitagnachmittag nutzten wir für einen ausgiebigen Besuch im Ravensburger Weltladen, gegründet 1983 und seit 1998 ebenfalls unter der Führung von dwp. Im Gegensatz zu den meisten Weltläden (wie auch dem Aschaffenburger) arbeiten dort nicht Ehrenamtliche im Verkauf, sondern insgesamt 10 Angestellte. Diese bekommen ehrenamtliche Unterstützung bei Aktivitäten außerhalb des Ladens, z.B. bei Märkten und Festen.

Die 170 qm Fairer Handel mit einem tollen Sortiment in einem wunderbaren, neuen Laden beeindruckten uns, und das eine oder andere schöne Stück fand neue Besitzerinnen.

Im Anschluss erfuhren wir bei einer Stadtführung zu Ravensburger Frauen viel Interessantes und bekamen einen ersten Eindruck von der hübschen Altstadt Ravensburgs. Stadtführerin Dorothee Büker wusste kurzweilig zu erzählen und wurde nicht müde, auch unsere zahlreichen Nachfragen zu beantworten. 

Am Samstag ging es dann gleich morgens in die Hinzistobler Straße, dem Firmensitz von dwp. Bei einer Führung durch die Geschäftsräume durch Vorstand Thomas Hoyer konnten wir einen sehr guten Eindruck von der Arbeitsweise dieser Fairhandels-Importorganisation gewinnen. 

Die Arbeit von dwp geht zurück auf die Gründung des Ravensburger Weltladens 1983. Von Anfang an führte der Trägerverein neben dem Betrieb des Weltladens auch Eigenimporte durch. Da dies zunehmend Ressourcen in Anspruch nahm, wurde bereits 1988 gemeinsam mit Weltläden der Region Oberschwaben der eigenständige Fairhandelsimporteur dritte-welt partner GmbH gegründet (die heutige dwp eG Fairhandelsgenossenschaft).

Nach Aussage von Thomas Hoyer stellt dwp in seiner Arbeit die Menschen in den Mittelpunkt. Das gilt selbstverständlich für die ProduzentInnen in den Ländern des Südens, die von der Kooperation mit dwp profitieren. Natürlich durch die gezahlten fairen Preise der Produkte, die deutlich über den oft viel zu geringen Weltmarktpreisen liegen. Aber vor allem auch durch Austausch und Beratung, langfristige (oft bereits jahrzehntelange) freundschaftliche Beziehungen, Vorfinanzierung der Ernten, etc.

In beeindruckender Weise gilt dies aber auch für das soziale Engagement direkt vor Ort in Ravensburg. Etwa 50 Menschen arbeiten dort in der dwp direkt angeschlossenen Werkstattder Bruderhaus Diakonie für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Das Arbeitsfeld umfasst dabei Tätigkeiten vom Abfüllen von Lebensmitteln über qualifizierte Bürotätigkeiten bis hin zu Verpackung und Versand. Dabei wird in besonderer Weise Rücksicht auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Angestellten genommen – dwp stellt hierfür eine Vollzeitstelle aus den eigenen Reihen bereit.

Im Anschluss an die Betriebsführung konnten wir noch den neuen Kurzfilm von dwp zu Mangos und dem Projekt preda anschauen, Thomas Hoyer erzählte anschließen von seinen jüngsten Besuchen auf den Philippinen.

Nach einem kleinen Abstecher zum Inventur-Lagerverkauf und gestärkt mit Fairem Kaffee, bio-regionaler Limonade und Bio-Bratwurst machten wir uns auf den Heimweg nach Aschaffenburg.

Alle TeilnehmerInnen zeigten sich beeindruckt von der Arbeit und dem Ethos von dwp und fühlen sich bestärkt in Ihrer eigenen Weltladen-Arbeit. Mit dem erlangten Hintergrundwissen zum sozialen Engagement von dwp – sowohl in den Ländern des Südens als auch in Deutschland – werden wir unseren KundInnen die Produkte dieses Fairhandelsimporteurs sich mit noch mehr Freude empfehlen. Außerdem bekunden alle übereinstimmend den Wunsch, das hübsche Städtchen Ravensburg nochmals mit mehr Zeit zu besuchen.

Weitere Bilder: Weltladenausflug nach Ravensburg

0 0 2025-11-30 10:00:002026-06-04 15:29:02Besuch bei unserem Fairhandelsimporteur dwp in Ravensburg
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